Zuerst Sex und dann Küssen? Mädchen haben pornografiesüchtige Jungen gründlich satt

Verschiedene namhafte Studien (für Details siehe mein Buch) sprechen von etwa 80 bis 90 Prozent pornografiesüchtiger männlicher Jugendlicher. Das Verhalten dieser Jungen ist durch ihren Pornografiekonsum logischerweise stark konditioniert. Niemand hat Mädchen darauf vorbereitet, richtig mit diesen egoistischen, beziehungsunfähigen und teilweise sogar impotenten, pornografiesüchtigen Jugendlichen umzugehen.

  • Eine Achtjährige antwortete auf die Frage „Woran erkennst du, ob dich ein Junge mag?“ Folgendes: „Wenn er mit mir reden will, nachdem ich ihm einen geblasen habe.“
  • Siebenjährige Mädchen fragen nach, was sie tun sollen, wenn man sie fast täglich um Nacktfotos bittet: „Wie kann ich ‚nein‘ sagen, ohne seine Gefühle zu verletzen“ wollen sie wissen.
  • Ein Gymnasiast sagte zu einer Mitschülerin: „Wenn du mir einen bläst, bekommst du einen Kuss von mir.“
  • Siebenjährige Mädchen stellen Fragen über Bondage und S&M, ob es bedeutet, „dass er mich liebt, wenn er mich schlagen will?“. Das sind Mädchen, die leider häufig den Film „50 Shades of Grey“ sehen durften, der am Valentinstag herauskam und S&M in die breite Öffentlichkeit brachte.

Dies sind tatsächlich getroffene, alarmierende Aussagen von teilweise sehr jungen Kindern und Jugendlichen, die endlich ein Aufwachen bei Verantwortlichen bewirken müssen (Quelle: https://seedswillgrow.com/2016/05/03/what-happens-when-porn-infiltrates/):

Von Mädchen wird oft erwartet, dass sie in der pornografischen Gedankenwelt der Jungen mitspielen, sonst bekommen sie keine Liebe, keine Zuwendung, oft sogar nicht einmal Aufmerksamkeit.

Es ist bezeichnend für diese Welt, wenn eine junge Frau sich als Fetischistin bezeichnet, weil sie Augenkontakt und genussvollen, langsamen Sex bevorzugt.

Zuerst Sex und dann Küssen - Mädchen haben pornografiesüchtige Jungen gründlich satt

Eine Befragung 600 Jugendlicher zwischen 15 und 19 Jahren (Marz 2016, Australien, siehe https://issuu.com/planaustralia/docs/plan_our_watch_report_final) hat herausgefunden, dass 70% aller Mädchen regelmäßig (online) sexuell belästigt oder gemobbt werden und nach Nacktfotos gefragt werden. 82% der Mädchen wollen das absolut nicht.

Sexuelle Belästigung und sexuelles Mobbing gehören für viele Mädchen trotzdem zum Alltag. Immer mehr Mädchen äußern sich endlich dazu und erzählen, dass diese Verrohung der Jungen von ihrem Pornografiekonsum herrührt und dass sie das nicht mehr hören möchten.

Nachgewiesene Verrohung Jugendlicher

Dass Pornografiekonsum derart verrohen lässt, das wurde von Wissenschaftlern bereits wissenschaftlich bewiesen. Studien belegen konkret (siehe zum Beispiel http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/CHRG-109shrg25923/pdf/CHRG-109shrg25923.pdf) die folgenden negativen Auswirkungen von Pornografiekonsum auf Heranwachsende:

  • dauerhaft traumatische emotionale Reaktionen
  • Betrachtungsweise von Sex als Konsumgut
  • Betrachtung von Menschen als Objekte
  • früheres Eintreten des ersten Geschlechtsverkehrs
  • signifikant höheres Auftreten sexuell übertragbarer Krankheiten im Lebensverlauf
  • Unfähigkeit, falsche Informationen über die menschliche Sexualität zu entlarven
  • der Glaube, dass verheiratet zu sein oder eine Familie zu haben unattraktiv sei
  • Überschätzung der Verbreitung weniger üblicher, perverser Praktiken (wie zum Beispiel Gruppensex, Sex mit Tieren oder sadomasochistische Aktivitäten)
  • gesteigertes Risiko, sexuell zwanghafte Verhaltensweisen zu entwickeln

Das Original-Design der Liebe & Sexualität ist und bleibt das beste

Wenn Jugendliche, motiviert durch Pornografiekonsum, keine Lust mehr auf Ehe und Familie haben (siehe eben zitierte Studie), dann sägen sie sich dadurch meist unwissend genau den Ast ab, auf dem ihre Träume und Ideale am besten verwirklicht werden könnten.

Denn eine Studie mit tausenden Teilnehmern (siehe Katharina Rederer: „Statistik unter der Bettdecke“, http://vitagate.ch/de/gesund_und_schoen/ratgeber/sexualitaet/statistik) bringt folgende interessante Fakten ans Tageslicht:

  • 99 Prozent aller Verheirateten haben regelmäßigen Sex, nur 77 Prozent der Nichtverheirateten konnten das auch sagen.
  • 43 Prozent (fast die Hälfte) der Verheirateten hat mehrmals pro Woche Sex – dagegen nur 26 Prozent der Nichtverheirateten.

Jungen, die durch ihren Pornografiekonsum der Illusion eines entfesselten Liebeslebens aufgesessen sind, sind in der Realität häufig einsam, (sexuell) frustriert und unglücklich.

Dass es bei Liebe und Sexualität um mehr geht, als um kalte Pixel auf einem toten Bildschirm, ahnen noch die meisten. Doch zum genialen Original-Design Gottes für die eigene Sexualität zurückkehren, so konsequent sind leider nicht viele, obwohl es zu ihrem eigenen Besten wäre, sowohl seelisch-geistig, emotional, als auch körperlich. Eine lebenslang treue, große Liebesgeschichte eines Mannes zu einer Frau birgt allerhöchstes Glück in sich. Wer darüber lächelt, muss halt durch all die Trennungsschmerzen, das Abstumpfen, eventuell sogar ungewollte Schwangerschaften, Geschlechtskrankheiten und andere Tragödien. Gott als dem genialen Erfinder der Sexualität sollte man da wirklich etwas mehr zutrauen und seinem Original-Design, der Ehe, mehr Beachtung schenken. Bereinigt um die zwei-, drei- und mehrfach Geschiedenen ist die Ehe nach wie vor das perfekte, stabilste und mit Abstand beste Beziehungsmodell. Britische Forscher haben nachgewiesen, dass Verheiratete nicht nur mehr und befriedigenderen Sex haben, sondern auch länger und glücklicher leben (siehe siehe http://www.bild.de/ratgeber/2011/ehe/ehe-verlaengert-leben-heiraten-17841056.bild.html).

Die von den Massenmedien und von Pornografie insbesondere so fesselnd dargestellte Promiskuität ist zumeist ein recht einsames Elend – wie obige Studie mit vielen tausend Teilnehmern beweist. Sich in echter Intimität, in einem vertrauten Rahmen der lebenslang treuen Liebe fallen lassen und entwickeln zu können, ist doch nicht vergleichbar mit dem Abstumpfen in immer neuen Eroberungen und dem Sich-Beweisen-Müssen auf dem „Fleischmarkt“.

Wer sich einmal anhört, wie junge Mädchen beschreiben, zu welchen teils herzlosen, teils brutalen Handlungen sie ihre pornografiesüchtigen „Freunde“ bringen (wollen), dem würde schnell recht deutlich werden, mit welch einem Übel wir es zu tun haben.

Wie die oben zitierte Studie mit 600 Jugendlichen aus Australien belegt, haben Mädchen diese pornografiesüchtigen Jungen satt.

Aufwachen!

Wenn wir Mädchen in dieser übersexualisierten, pornofizierten Kultur mit solch einem Verhalten ihrer männlichen Altersgenossen allein lassen, werden sie schlimmstenfalls irgendwann dieses respektlose Verhalten akzeptieren und die in Pornografie enthaltenen degradierenden, lieblosen Botschaften verinnerlichen.

Leider kommen all diese Dinge auch in christlichen Kreisen vor – nicht zuletzt deswegen, weil es kaum ein Verantwortlicher für nötig hält, solche Missstände aktiv zu thematisieren und reichlich Salz und Licht in diesen notleidenden Bereich zu bringen.

Letztendlich lechzt jeder Mensch in seinem Innersten nach einer stabilen, herrlichen, großen, befreienden Liebe, die auf allen Ebenen maximal befriedigt. Nicht nur Mädchen träumen davon.

Es ist falsch, die Aufklärung unserer Jugend tatenlos in den Händen der skrupellosen Sexindustrie zu lassen. Kinder, junge Mädchen und Jungen müssen in die Lage versetzt werden, ihre Sexualität mehr wertzuschätzen und sich richtig verhalten zu können.

Das tägliche Angebot der Pornografieindustrie und die Bombardierung mit übersexualisierten Inhalten scheinen in dieser Welt übermächtig. Wenn Verantwortliche in Kirche, Bildung und Gesellschaft diesem Übel weiterhin nichts oder so wenig Konkretes entgegensetzen, wird die oben geschilderte Entwicklung noch schlimmere Ausmaße annehmen.

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